Nächstes Semester

Wintersemester 2022/23: 

Bachelor:
BA 9.1: Vorlesung (Anti-)Rassismus 
Prof. Dr. Susanne Regener

Beginn: 19.10.2022 |ca. 100 TN | Mi 10 – 12 Uhr  (im Wechsel digitale Sitzungen)

In dieser Vorlesung werden wir uns mit der Geschichte von Rassismus und Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert befassen. Mediengeschichte wird konkret, indem wir über aktuelle und historische Beispiele von Rassifizierung, rassistisches Handeln und deren Medialisierungen diskutieren. Zum Thema gemacht werden die aktuellen Diskussionen über Rassismus, Sexismus, Kolonialismus und Antisemitismus weltweit. Ausgehend von dem Kriminalfall des vermeintlichen Serienmörders Bruno Lüdke will ich mit Ihnen über die Entstehung rassistischer Menschenbilder, Fake News und über journalistisches und polizeiliches Handeln sprechen und Ihnen vermitteln, was eine kritische kulturhistorische Forschung in der Medienwissenschaft sein kann. Hintergrund ist mein letztes Forschungsprojekt, das ich zusammen mit dem Historiker Axel Doßmann geleitet habe. Sehen Sie dazu die Publikation: Axel Doßmann/Susanne Regener: Fabrikation eines Verbrechers. Der Kriminalfall Bruno Lüdke als Mediengeschichte, Leipzig 2018. http://spectorbooks.com/de/fabrikation-eines-verbrechers.

Das Buch ist mehrfach in der UB Siegen vorhanden und ausleihbar; sie können das Buch im Sekretariat bei Frau Dornseifer für € 7,-  oder es sich bereits vorher zuschicken lassen von der Bundeszentrale für politische Bildung (es empfiehlt sich eine Sammelbestellung wegen des Portos von € 5,00: https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/307494/fabrikation-eines-verbrechers. 

Wir werden die 1. Sitzung am Mittwoch 19.10.2022 in Präsenz durchführen (US C 114) und alle 14 Tage im Zoom. Sie können dazu in den Vorlesungsraum gehen.

Studienleistung: Es wird sogenannte Reflexionsübungen geben.

Prüfungsleistung: Nur in Ausnahmefällen eine umfassende Hausarbeit zu einem der angesprochenen Themen. Bitte zu Beginn des Semesters bei mir melden.
Die PL wird normalerweise in einem Seminar gemacht, das zum Modul gehört.

 

BA 9.2: Mobilität und Migration im Film
Veronika Lichtenwald M.A. 

Beginn: 11.10.2022 | ca. 30 TN |Di 10 -12 Uhr

Wie setzen sich filmische Produktionen mit gegenwärtigen und historischen Migrationsprozessen auseinander? Welche Migrationsgeschichte(n) werden erzählt, aus welcher Perspektive? Durch welche Bilder, Lesarten und Anknüpfungen an bestehende Diskurse wird die „visuelle Konstruktion des Sozialen“ (Mitchell 2008: 323) sichtbar gemacht?

Ausgehend von diesen Fragestellungen befasst sich die Lehrveranstaltung mit der filmischen Sichtbarkeit und Sichtbarmachung von Migration, Integration und gesellschaftlicher Vielfalt. Im Kontext der Visuellen Kultur werden exemplarisch internationale und deutschsprachige Spielfilme sowie Serienproduktionen analysiert und im Hinblick auf mediale (Bild-)Diskurse diskutiert.

 

BA 9.2: „Post-Ost“ Communities in der visuellen Kultur
Veronika Lichtenwald M.A.

Beginn: 11.10.2022 | ca. 30 TN |Di 14 -16 Uhr

„Wie prägen mediale Alltagskulturen das Wissen über Migration? Mit welchen visuellen Praktiken werden Migrationsprozesse sichtbar gemacht? Welche Rolle spielen Sichtbarkeit und (Un-)Sichtbarmachung in der postmigrantischen Gesellschaft?

Unter der Bezeichnung „Post-Ost“ formieren sich seit einiger Zeit (post)migrantische Stimmen, die die Komplexität und Diversität postsowjetischer bzw. osteuropäischer Migration thematisieren und sich gegen problemzentrierte Repräsentationen in den Massenmedien positionieren. Im Seminar beschäftigen wir uns exemplarisch mit visuellen Strategien der Sichtbarkeit und Sichtbarmachung aus der Perspektive der Postmigration. Anhand theoretischer Grundlagentexte diskutieren wir die Konstruktionen des Visuellen und reflektieren die jeweilige Rolle von Sichtbarkeit und (Un-)Sichtbarmachung. Im Fokus stehen mediale Visualisierungspraktiken in der Populär- und Medienkultur, die im Hinblick auf gesellschaftliche Dominanz- und Machtstrukturen analysiert werden.

Das Seminar bietet eine Einführung in das kulturwissenschaftlich ausgerichtete Forschungsfeld der Visuellen Kultur sowie die postmigrantische Forschungsperspektive. Die Teilnehmer:innen erproben in Einzel- und Gruppenarbeiten bilddiskursanalytische Zugänge und lernen, mediale Repräsentationen im Kontext der visuellen Kultur zu analysieren. Darüber hinaus sollen Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vertieft und eingeübt werden.

 

Master:
MA 5.2: Phantombilder als Bilder der Anderen (Othering)
Prof. Dr. Susanne Regener

Beginn: 26.10.2022 | ca.20 TN | Mi 16-20 Uhr (14-tgl.)

Ausgangspunkt für unsere Studien zur Visualisierung eines Phantoms ist das Phantombild der Polizei. In dieser Institution wird das Bild einer Person, die von Zeug:innen einer Straftat verdächtigt wird, in einer besonderen Medienpraxis hergestellt. Diese historischen und gegenwärtigen Versuche, Ähnlichkeiten herzustellen mit Zeichnungen, fotorealistischen Visualisierungen bis hin zur Adaption von Fotografien, wollen wir kulturhistorisch verfolgen.

Dann fragen wir uns, was Wiedererkennung und Identifizierung bedeuten und welche kulturmedienwissenschaftlichen Aspekte mit dem Phantombild verbunden sind. Was ist Gesichtserkennung? Ist die visualisierte Person der/die Andere, der Gegensatz zu uns selbst?

Studienleistung: regelmäßige Teilnahme und Diskussionsbereitschaft, Bildung einer AG, Präsentation eines Teilthemas.

Prüfungsleistung: Ausarbeitung eines Themas zu einem Exposé

Learning outcomes: Beschäftigung mit verschiedenen Medienpraxen, kulturhistorische Arbeit, eigene Recherchen, Exzerpt schreiben, Exposé üben.

 

MA 9.1 Kolloquium: Themenfindung
Prof. Dr. Susanne Regener

Kompaktseminar: 28.10.2022 9.30 – 17 Uhr, 29.10.2022 9.30 – 17 Uhr, 11.11.2022 9.30 – 17 Uhr.

Der Kurs startet am 28.10./ 29.10.2022 mit dem ersten Blockseminar, die weiteren Termine nach Vereinbarung. Das Modul ‚Kolloquium für Masterstudierende‘ der Medienkultur wird in einem Semester angeboten. Ich biete den ersten Teil an, in dem Hilfestellungen für eine inhaltliche und organisatorische Auseinandersetzung mit Ihrem möglichen Thema für die Masterarbeit diskutiert werden; meine Kollegin Prof.‘in Hoffmann wird dann mit Ihnen die weiteren Schritte hin zu einem aussagefähigen Exposé für die geplante Arbeit besprechen. Aus diesen Gründen sind die Seminar-Blöcke sowohl zu Beginn des Semesters als auch zum Ende angelegt.

Studienleistung: Regelmäßige Teilnahme und mündliche Beteiligung, kleinere Aufgaben, Vorstellung einer Idee. Die Prüfungsleistung nehmen Sie im zweiten Teil des Moduls vor (Exposé). Genauere Absprachen für die Sitzungen in Präsenz werden wir zu Beginn vornehmen. Vorbereitung: Markus Krajewski, Lesen, Schreiben, Denken, 2. Aufl., Köln/Weimar/Wien 2015.